Infos und Tipps in der ersten Ausgabe des PR.C-Praktikers

PR.C-Praktiker - unsere erste Ausgabe

Dies ist Ausgabe 1 des ersten PR.C-Praktiker.

Im unteren Teil finden Sie den PR.C-Praktiker auch als PDF-Version zum Download.

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Taktische Strategien

Für kleine Unternehmen

Wie viel Mahnungen schreiben Sie? 3 und mehr?

Ihr säumiger Zahler wird dann auch noch auf die 4. und 5. Mahnung usw. warten.

Unsere Empfehlung: Eine Mahnung mit konkretem Zahlungsziel als Datum, am besten per Fax unter Beifügung der Rechnung.

Für Anregungen zur Struktur sprechen Sie uns an!

 

Für mittelständische Unternehmen

Hier besteht im Allgemeinen ein klar strukturierter Ablauf. Es gibt Bereiche wie Vertrieb, der sich um die Kundenkontakte kümmert und den Bereich Buchhaltung, der die Debitoren überwacht. Warum entstehen trotzdem Außenstände?

Die Buchhaltung kümmert sich um das Mahnwesen und bezieht u. U. den Vertrieb mit ein. Aus Angst den Kunden zu verlieren, wird der professionelle Forderungseinzug hinausgeschoben.

Dadurch arbeiten verschiedene Abteilungen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. So besteht Freude auf Seiten des nicht zahlenden Kunden.

Die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme treffen am Ende jedoch das Unternehmen.

Dies kann durch eine  Auslagerung an einen professionellen Rechtsdienstleister verhindert werden. Auf Ihre Belange geschneiderte Abläufe sichern Ihre Liquidität und erhalten Kunden.

Informations- und Darlegungspflichten zur Forderungsübergabe

Die erste Stufe des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken ist am 09.10.2013 in Kraft getreten. Die zweite Stufe, welche die neuen Informations- und Mitteilungspflichten gem. § 11 a Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) betrifft, wird am 01.11.2014 in Kraft treten. Hier sind erhebliche Notwendigkeiten bei der Forderungsübergabe zu beachten.

Ziel des Gesetzgebers ist es, dass damit der Verbraucher die Möglichkeit erhalten soll, die „Berechtigung“ der gegen ihn erhobenen Forderung – insbesondere der Ansprüche auf Erstattung von Verzugszinsen, Auslagen usw. – zu beurteilen.

Je eher Sie Ihre internen Abläufe und EDV anpassen, desto weniger Aufwand werden Sie zum Jahresende 2014 haben.

Für Sie und Ihre Kundenbearbeitung leider mehr Aufwand. Wir empfehlen Ihnen: Stellen Sie sich so früh wie möglich um oder  ergänzen Sie ggf. Ihre bisherigen Auftragsformulare und Auftragsmodalitäten.

Was ohnehin schon praktiziert werden sollte oder wurde, ist dann verpflichtend:

  • Vor- und Nachname, Geburtsdatum und –ort, vollständige Anschrift, ggf. auch vom Ehepartner
  • Genaue Bezeichnung der Firma, sowie Vor- und Nachname des Inhabers oder Geschäftsführers und vollständige Anschrift
  • Telefon, Fax- und Handynummern, Handelsregisternummern
  • Kopie der Rechnung/Mahnung
  • Kaufvertrag, unterschriebener Auftrag, unterschriebenes Angebot.

Die Gerichte legen auf diese Beweise sehr großen Wert! Liegen diese Unterlagen nicht vor, könnte auf Sie im streitigen Verfahren generell eine Abschreibung von 40 % zukommen.

Erhebung von Daten im PC

Aufgrund des Darlegungs- und Informationsgesetzes gewinnt auch der Datenschutz weiter an Bedeutung. Jeder, der persönliche Daten verarbeitet und dessen PC mit dem Internet verbunden ist, ist verpflichtet, mit mindestens einer Firewall und einem Virenprogramm ausgerüstet zu sein und diese anzuwenden. Bei Missachtung werden hohe Strafen angesetzt.

Mietrecht

Seit letztem Jahr gilt: Mietkautionen dürfen nur noch für Schönheitsreparaturen verwandt werden. Ein Ausgleich für Mietschulden ist nicht möglich. In einer Zusatzvereinbarung können Sie jedoch eine andere Regelung treffen. Wichtig: Diese Vereinbarung darf nicht im Mietvertrag enthalten sein! Hier empfiehlt sich eine gesonderte Vereinbarung, in der beide Parteien bestimmen, dass die Mietkaution mit ausstehenden Mietschulden verrechnet werden darf und der Mieter dieser Verrechnung ausdrücklich zustimmt.

Insolvenz

Zum 01.07.2014 tritt erneut eine Änderung im Insolvenzgesetz in Kraft.

Im Verbraucherinsolvenzverfahren hat der Schuldner 3 Alternativen zur Erlangung der Restschuldbefreiung:

Voraussetzungen für eine Restschuldbefreiung nach

  • 3 Jahren: Der Schuldner muss 35 % seiner Schulden sowie die Verfahrenskosten zahlen
  • 5 Jahren: Der Schuldner muss lediglich die Verfahrenskosten zu zahlen, die  Gläubiger gehen leer aus
  • 6 Jahren: wie bekannt – keine
Minderjährige

Haben Sie es mit minderjährigen Vertragspartnern zu tun (Kunden,  Patienten oder Vereinsmitglieder usw.), sind auch die Eltern in die Haftung zu nehmen. Von diesen, sowie dem/der Minderjährigen, sind ebenfalls die persönlichen Daten zu erfassen. Beitrittserklärungen müssen von den Eltern unterschrieben werden.

Unsere Empfehlung

Versuchen Sie jetzt schon, eine Routine zu den Gesetzesänderungen, insbesondere zu den Informations- und Darlegungspflichten, zu entwickeln. Nur so können Sie sich unnötigen Arbeitsaufwand und evtl. Schwierigkeiten ab November 2014 ersparen.

Sie wissen ja: „Der frühe Vogel fängt den Wurm!“

Der PR.C-Praktiker zum Download (PDF-Datei)

prc-prak01.pdf(238,4 KiB) Download

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